Die Medizinische Hochschule Brandenburg Theodor Fontane (MHB) stärkt ihre praxisnahe Ausbildung und bündelt ihre Ultraschall-Expertise: Das studentische Ultraschall-Skills Lab ‚Die Sononaut*innen‘, bislang allein dem Brandenburgischen Institut für Klinischen Ultraschall (BIKUS) zugeordnet, wird schrittweise in das zentrale Skills Lab integriert. Ziel ist es, die Ultraschall-Lehre weiter zu professionalisieren und die Rolle der studentischen Tutor*innen langfristig zu stärken.
Das Skills Lab der MHB ist ein zentraler Lern- und Übungsort für Studierende der Human- und Zahnmedizin. An den beiden Standorten Neuruppin und Brandenburg an der Havel stehen praxisnah ausgestattete Räume mit Instrumenten, Modellen, Skills-Trainern und Simulationsplätzen zur Verfügung. Hier erwerben Studierende unter Anleitung von Dozierenden, Tutor*innen oder im Selbststudium grundlegende klinische Fertigkeiten. Zudem fördert das durch die Gesellschaft für Medizinische Ausbildung (GMA) zertifizierte Skills Lab das interprofessionelle Lernen mit Auszubildenden aus verschiedenen Gesundheitsfachberufen.
Das BIKUS wurde 2017 gegründet und ist seit 2018 als An-Institut der MHB anerkannt. Es wird von der Berlin-Brandenburgischen Ultraschallgesellschaft e. V. getragen und widmet sich der Lehre, Forschung, Ausbildung und Weiterentwicklung der klinischen Ultraschalldiagnostik (USD) – einer Methode, die sich seit den 1970er-Jahren zu einem festen Bestandteil nahezu aller medizinischen Fachrichtungen entwickelt hat.
Integration bringt Vorteile für Studium und Lehre
Mit der geplanten schrittweisen Integration werden die Lehrinhalte fortan im zentralen Skills Lab verankert. Diese Neuerung kommt insbesondere MHB-Studierenden zugute, die bereits ab dem ersten Semester an die USD herangeführt werden und die Möglichkeit haben, curricular sowie extracurricular ein Ultraschall-Zertifikat zu erwerben. Künftig werden Lehrangebote, Raum- und Terminplanung sowie digitale Darstellungen zentral gebündelt.
Die MHB wird ab dem nächsten Semester die Ultraschall-Ausbildung mit Budgetmitteln unterstützen. Auch die Semesterplanung erfolgt abgestimmt, und regelmäßige didaktische sowie praktische Fortbildungen sollen die Lehrkompetenz der Tutor*innen weiter ausbauen. Die Ultraschall-Ausbildung wird künftig stärker mit Anatomie, Physiologie und den klinischen Fächern verbunden sowie gemeinschaftlich verantwortet. Insgesamt wird die Zusammenarbeit in der Ultraschall-Lehre enger, verbindlicher und strukturierter gestaltet. In einem ersten Schritt wird ein fester Stundenumfang für die Tutor*innen übernommen, mit dem Ziel, die Anstellungsmöglichkeiten und die Anerkennung der studentischen Lehrleistung in den kommenden Jahren weiter auszubauen.
Das BIKUS bleibt als An-Institut bestehen und konzentriert sich künftig neben der Lehre stärker auf Forschung und die konzeptionelle Weiterentwicklung – weiterhin mit aktiver studentischer Mitwirkung.
„Diese Integration ist ein wichtiger Schritt, um die Qualität unserer praktischen Ausbildung weiter zu steigern und unseren engagierten Ultraschall-Tutor*innen eine verlässliche Perspektive zu bieten“, sagt Nora Schiller, Leiterin des Skills Labs. Auch Prof. Dieter Nürnberg, Leiter des BIKUS, begrüßt die Entwicklung ausdrücklich: „Wir freuen uns sehr über das Zusammenwachsen von studentischem Ultraschall-Skills Lab und zentralem Skills Lab. Dieser Schritt sichert nicht nur die Zukunft der studentischen Lehre im Bereich Ultraschall, sondern stärkt auch die Anerkennung und Professionalisierung dieser wichtigen praktischen Fertigkeit. Das BIKUS wird sich weiterhin mit voller Kraft der Forschung und Weiterentwicklung der klinischen Ultraschalldiagnostik widmen, während die Studierenden von noch besseren Lehrstrukturen profitieren.“
Neuruppin, 16.Juli 2025 / 25. August 2025
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